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Utopien eines Planeten der Zukunft

  • lealandmann
  • vor 4 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Wie stellst du dir deinen idealen Planeten der Zukunft vor? Mit dieser Frage haben wir uns unter anderem im Utopiecamp vor zwei Wochen beschäftigt. Ihr könnt ja auch Mal darüber nachdenken, wie ihr euch euren Planeten der Zukunft vorstellt. Meiner jedenfalls ist gefüllt mit Licht und Wärme und wir reisen jetzt einfach einmal in meine Vorstellung.


Menschen die zusammen essen
Zeit in Gemeinschaft verbringen

Mein Planet der Zukunft

Auf meinem Planeten der Zukunft leben die Menschen in kleinen Gemeinschaften zusammen, über den gesamten Planeten verteilt. In der Gemeinschaft teilt man sich alle Dinge und isst gemeinsam an langen Tafeln auf dem Dorfplatz. Die Menschen begegnen sich mit Wärme und Güte. Alles strahlt wahnsinnig hell und klar. Mit unseren Ressourcen gehen wir sparsam und nachhaltig um. Alles was repariert werden kann wird repariert, alles was nicht repariert werden kann wird recycelt. Die Menschen verwenden Dinge wieder, anstatt sie wegzuwerfen und man teilt sich das, was man zum Leben braucht. Menschen verschiedenen Alters leben zusammen in ökologischen Häusern, Höhlen und Unterkünften. Die Jüngeren lernen von den Älteren und alle kümmern sich gemeinschaftlich um Kinder, Alte und Kranke. Die Gemeinschaften sind naturnah gelegen. Tiere laufen frei herum und besuchen die Menschen, welche gemeinsam mit den Tieren und der Natur leben und diese nicht mehr ausbeuten. Eine rein pflanzliche Ernährung und regelmäßiges Waldbaden sind Standard. Den Menschen geht es nicht darum etwas zu besitzen, sondern darum, dass es ihnen selbst und den Menschen um sie herum gut geht. Die Beziehungen, welche geknüpft werden, sind starke Bande und der zentrale Kern des Lebens auf dem Planeten der Zukunft. Die Gemeinschaften bauen ihr eigenes Obst und Gemüse an, versorgen sich über erneuerbare Energien mit Strom und jeder einzelne handelt im Sinne der Gemeinschaft. Es gibt keine Grenzen auf meinem Planeten der Zukunft. Menschen sind Menschen. Emotionale Intelligenz wird den Kindern schon früh beigebracht und nahe gelegt. Man ist füreinander da, egal was auch kommen mag. So, oder so ähnlich, stelle ich mir meinen Planeten der Zukunft vor.


Methode Traumreise

Im Camp sind wir auf eine Traumreise gegangen, sind von dem Planeten, auf dem wir leben, weggeflogen und zu unserem Planeten der Zukunft gereist, durchs Weltall. Dieser strahlte uns schon von Weitem entgegen. Vor meinem inneren Auge konnte ich die hobbitmäßige Gemeinschaft genau erkennen und wurde fast geblendet von all dem Licht, der Helligkeit und dem Strahlen, welches mein Planet der Zukunft ausgestrahlt hat. Also, seid mutig und begebt euch auf eine Traumreise zu eurem Planeten der Zukunft. Wie würde dieser Aussehen? Schreibt mir das doch gerne einmal.


Wintergarten mit Tisch und Pflanzen
Auf meinem Planeten der Zukunft leben wir im Einklang mit der Natur

Utopien

Natürlich ist diese Vorstellung unfassbar utopisch. Aber genau darum geht es irgendwo auch, sich keine Grenzen setzen und groß träumen. Davon träumen, wie man sich den idealen Planeten vorstellen würde. Dass wir in der Realität weit davon entfernt sind, das weiß ich auch. Aber ich hoffe und träume und glaube an das Gute im Menschen. In jedem einzelnen von Ihnen. Denn Menschen sind irgendwo auch wirklich tolle Wesen und haben schon so Vieles geschafft. Damit diese Utopien wahr werden, müssten wir vermutlich alle an einem Strang ziehen und erst einmal ganze Systeme und Strukturen ändern. Bis dahin, halte ich mich an dem fest, was ich im Alltag dafür tun kann, um meiner Utopie ein Stück weit näher zu kommen.


Alltagsutopien


  1. Plastik reduzieren

    Wo es geht, versuche ich auf Plastik zu verzichten. Ich nehme die losen Tomaten im Supermarkt, setze auf festes Shampoo oder Haarseife und lagere meine Vorräte in alten Gläsern von Smoothies, Gemüse und Co. Auch meine Tupperware verwende ich bloß noch so lange, wie sie noch funktioniert.


  2. Müll vermeiden

    Statt des ToGo Bechers, den eigenen Mehrwegbecher mitnehmen oder auch im Restaurant eine Box für Reste dabeihaben. Anstatt sich ständig Essen auswärts zu holen, lieber vorkochen oder was von zu Hause mitnehmen. Unterwegs Müll aufheben und wegschmeißen. Das sind alles kleine Alltagsmöglichkeiten, um den eigenen Müllverbrauch zu reduzieren.


  3. Naturnah Leben

    Morgens im Wald frühstücken, oder unter deinem Lieblingsbaum, oder einfach auf der Wiese vorm Haus. Barfuß laufen und generell viele Strecken laufen und sich von der Umgebung inspirieren lassen. Spazieren gehen, Brombeeren pflücken, Wildkräuter sammeln oder Pilze. Sich bewusst mit der Natur verbinden, die Zeit zum Waldbaden und Natur erleben nutzen. Nackt in Flüssen schwimmen oder in der Sonne baden. Die Füße in der Mittagspause ins Wasser baumeln lassen. Im Regen tanzen. Es sind die kleinen Momente, die einem die Natur wieder näher bringen.


  1. Freund*innen und Familie

    Die Verbindung zu Freund*innen und Familie suchen. Sich mit den Menschen verbinden, die ähnliche Wertvorstellungen teilen und die Gemeinschaft leben, die man sich wünscht. Anknüpfungspunkte suchen, seine Werte mit anderen teilen und als gutes Vorbild voranschreiten. Telefonieren, sich treffen oder einfach eine kurze Nachricht, dass man an jemanden denkt. Verbindung funktioniert auf viele verschiedene Arten und Weisen, allerdings nur, wenn man sie aktiv aufrecht erhält.


  2. Nach den eigenen Werte leben und handeln

    Für mich ist das der zugleich wichtigste und schwerste Punkt, wie ich in meinem Alltag die Utopie leben kann. Ich weiß ganz genau, welche Werte mir wichtig sind: Verbindung mit der Natur, die Achtung allen Lebens, Veganismus, Pazifismus, Freundschaften und Familie und die Gemeinschaft/das Miteinander. Diese allerdings im Alltag konsequent zu vertreten funktioniert in einem System, welches gegen mich arbeitet, nicht so wirklich gut und ich muss wahnsinnig viel Kraft dafür aufwenden, mich immer wieder nach meinem inneren moralischen Kompass zu entscheiden.


Sonnenfinsternis
Wie sieht dein Planet der Zukunft aus?

Größer gedacht

All diese kleinen Alltagsutopien können sich aufsummieren und dann, hat man plötzlich ganz viel in seinem Leben, dass man sich vorher noch gewünscht hatte. Und wenn man diese Gedanken und Gefühle mit anderen Menschen teilt, dann verbreitet sich die Utopie doch schneller, als man vielleicht denkt. Außerdem ist es schön, größer zu denken und sich vorzustellen, wie der Planet aussehen könnte, wenn alle so leben würden, wie man es selbst versucht. Das Andere ist, dass es sich lohnt größer zu denken und nicht bloß im eigenen Alltag, sondern auch im Alltag von anderen Menschen Dinge zu verändern. Sich mit Menschen zu verbinden, die ähnlich denken und Netzwerke aufbauen, in welchen man mehr für diesen Planeten tun kann, als nur in der eigenen kleinen Welt. Schließt euch Vereinen und Bewegungen an, gründet eure eigenen, oder lebt mit euern Freund*innen die Utopie bereits heute. Alle zusammen, können wir vielleicht doch etwas in dieser Welt bewegen. Jedenfalls möchte ich das versuchen. Ich möchte versuchen, größer zu denken und über meinen Alltag hinaus mich mit den Themen zu befassen, die mir wirklich wichtig sind, um einen lebenswerten Planeten für Mensch und Tier zu erschaffen.


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