Meine persönliche Lernreise
- lealandmann
- 11. Aug.
- 5 Min. Lesezeit

Neuausrichtung
In der letzten Woche durfte ich am Utopiecamp des Vereins Schützer der Erde e.V. teilnehmen. Diese ganz besondere Erfahrung hat mich dazu gebracht die Idee dieses Blogs neu auszurichten. Ab sofort möchte ich die Erfahrungen meiner persönlichen Lernreise mit euch teilen. Diese Lernreise bedeutet für mich sowohl, zu mir selbst zu finden, als auch meinen Teil für diese Welt und die Gesellschaft beizutragen. Denn auf unserem Planeten passiert so viel Unrecht und es gibt so viele Dinge, die ich nicht hinnehmen möchte. Und dagegen möchte ich anfangen vorzugehen und meine eigenen kleinen Utopien zu erschaffen. Auf diesem Weg möchte ich euch hier auf diesem Blog nun mitnehmen.
Das Utopiecamp
Im Utopiecamp durfte ich Menschen kennenlernen, welche meine Ideale, Wünsche, Hoffnungen und Träume einer friedlichen Welt, ohne Gewalt, Ausbeutung und Hass, teilen. Gemeinsam haben wir für eine Woche eine Gemeinschaft geschaffen, die anders funktioniert. Auch in unserer Utopie lief nicht alles auf Anhieb so, wie wir uns das alle gewünscht hätten. Es gab auch Konflikte. Jedoch konnten wir diese alle zusammen lösen und mit guter Kommunikation konnte Situationen entschärfen und für Probleme Lösungen finden. Wenn alle an einem Strang ziehen, dann lassen sich Situationen ganz anders bewältigen und meistern.

In dieser Woche habe ich zurück zu mir selbst gefunden und gleichzeitig so viel Inspiration bekommen und gesammelt, dass ich zu einer neuen Reise aufbrechen werde. Die Menschen, die mich umgaben, haben mir Mut und Kraft, Trost und Liebe geschenkt und waren meine Begleiter*innen durch Höhen und Tiefen. Ich konnte mich frei entfalten und ganz ich selbst sein, da ein urteilsfreier Raum, voller Akzeptanz und Miteinander geschaffen wurde. Und ich habe festgestellt, dass ich nicht allein bin; nicht allein mit meinen Gedanken; nicht allein auf dieser Welt, sondern, dass es Menschen gibt, auf die ich mich verlassen kann. Und dieses Wissen hat mir klargemacht, dass mir nichts Schlimmes passieren kann. Ich habe nun diese Menschen in meinem Leben und daher habe ich das Gefühl, alles schaffen zu können und groß denken zu dürfen. Meine Reise, die jetzt beginnt, wird somit eine Lernreise, auf welcher ich all das Potential, welches ich nun gefunden habe, weiterentwickeln und neu erfinden darf. All das, was schon vorher in mir geschlummert hat, kann jetzt umso stärker zum Vorschein treten.
Die Lernreise
Ich schlage nun also ein neues Kapitel auf. Ein Kapitel, in welchem ich all die aufgestaute Energie freilassen möchte, um Gutes für mich und unsere Welt zu bewirken. Mein Weg hat eine neue Abzweigung bekommen und ich muss nun mutig genug sein, diese zu nehmen und einfach mal zu schauen, was mit mir passiert, wenn ich diesen Weg weitergehe. Noch stehe ich ganz am Anfang und weiß noch gar nicht, wohin mit meiner ganzen Energie. Aber, ich möchte etwas bewirken. Ich kann nicht mehr länger stillsitzen und nichts in dieser Welt tun. Vielleicht habe ich schon viel zu lange hingesehen und nichts getan. Und wie ich diese Ideen, die ich habe, umsetzen kann, dass wird wahrscheinlich ein großer Teil meiner Lernreise sein. Am liebsten würde ich alles überstürzen und von heute auf morgen Veränderungen herbeiführen. Allerdings weiß ich, dass das nicht möglich ist und ich mir Zeit geben darf. Zeit zum Verarbeiten. Zeit zum Ankommen. Zeit zum Verändern.

Meine Utopien
Vieles von dem, was ich mir in dieser Welt wünsche, setze ich in kleinen Teilen schon in meinem Alltag um. Ich ernähre mich vegan und versuche auch in anderen Bereichen meines Lebens nach und nach auf vegane Alternativen zurückzugreifen. Wenn sich alle Menschen auf dem Planeten vegan ernähren würden, dann hätten wir viele unserer heutigen Probleme nicht mehr. Diese Vorstellung ist zwar utopisch, aber wenn ich mit gutem Beispiel vorangehe, schließe sich ja vielleicht Menschen meiner Vision an. Denn ich glaube auch, dass jegliche Form von Gewalt inakzeptabel ist, auch die Gewalt gegenüber Tieren. Vielmehr wünsche ich mir, im Einklang mit Mensch, Tier und Natur zu leben. Durch die Verbindung mit der Natur fühle ich in mein Inneres. Sei es beim Brombeeren, Pilze oder Wildkräuter sammeln, beim schwimmen in Seen und Flüssen oder beim Waldbaden im nächsten Wald.
In meinen Alltag wieder stärker integrieren möchte ich die Reduktion von Plastik und das setzen auf natürliche Alternativen. Ich habe mir vorgenommen mein Putzmittel selbst herzustellen, wieder mehr feste plastikfreie Produkte zu kaufen, mehr Upcycling und Reparieren, statt neu zu kaufen und mehr zu leihen. Mein Bibliotheksausweis, meine Nähmaschine und all mein gesammeltes Wissen helfen mir hierbei ungemein. Auch habe ich angefangen keine Geschenke neu zu kaufen, sondern die Dinge zu schenken, die ich ohnehin schon besitze. Allerdings war ich schon einmal an einem Punkt in meinem Leben, an welchem ich all diese Dinge zur Priorität gemacht habe und zwischen Alltag, Veränderungen und Bequemlichkeit, waren mir diese Dinge auf einmal nicht mehr so wichtig. Das soll sich ab sofort wieder ändern.
Neben dem was ich im Alltag verändere, möchte ich auch stärkere Gemeinschaften erschließen. In meiner Nachbarschaft kenne ich noch so gut wie niemanden und das möchte ich ändern. Außerdem möchte ich mir etwas von dem Gemeinschaftsgefühl des Utopiecamps in meinen Alltag holen und vielleicht eine monatliche Begegnungsebene schaffen, für Menschen, die dasselbe fühlen, wie ich, oder es erleben möchten. Zudem möchte ich meine bisherigen Gemeinschaften stärker schätzen lernen, ausbauen und mich mehr vernetzen und connecten. Ich glaube in meinen Tanzmenschen und den Spirituellen, steckt viel Potential für tiefe Verbindungen und Gemeinschaft. Ich schließe es auch nicht aus, doch noch irgendwann Mal für eine Zeit lang in eine Kommune zu ziehen.

Es geht los auf die Reise
Noch stecke ich in den Kinderschuhen und fange gerade erst an, mich zu verpuppen. Doch ich gehe fest davon aus, dass ich bald ein wunderschöner Schmetterling sein werde und für mich und meine Umwelt ganz viel verändern kann. Es fängt klein an, doch ich möchte groß denken. Irgendwann stelle ich mir eine Gemeinschaft vor, die so denkt wie ich, sodass ich mich mit Menschen umgeben kann, die meine Werte teilen und mit mir am selben Strang ziehen. Denn ich glaube, dass man zusammen viel mehr erreichen kann, als allein. Dafür brauche ich Geduld, das weiß ich. Doch da Geduld nicht meine Stärke ist, muss ich irgendwie da jetzt erstmal durch und mit irgendwas einfach Mal anfangen, damit ich nicht vergesse, was am Ende mein Ziel ist. Und bei diesen kleinen Babysteps, die ich gehen werde, nehme ich euch jetzt einfach mit und teile meine Erfahrungen, die ich auf dem Weg sammeln werde. Ich bin schon ganz gespannt, wohin mich diese Reise führen wird und welcher Mensch ich auf dem Weg sein werde. Wenn jemand von euch mitkommen möchte, dann würde ich mich sehr darüber freuen. 😊




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