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Jahresreflexion 2025

  • lealandmann
  • 4. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 5. Jan.

10 Fragen an mich selbst

Ich habe vor kurzem diese 10 Fragen auf Instagram entdeckt, um mein Jahr 2025 beziehungstechnisch zu reflektieren und möchte meine Reflexion hier teilen. Mein 2025 war unglaublich turbulent und ich habe wahnsinnig viel über mich selbst dazu gelernt. Es ist fast zu viel passiert, als das man es in einen Beitrag packen könnte, aber here we go.



Grenzen setzen

Mit meinen eigenen Grenzen und Bedürfnissen habe ich mich in 2025 besonders auseinandergesetzt. Ich habe es schon immer am Liebsten allen anderen recht gemacht und mich selbst hinten angestellt. Es fällt mir sehr leicht mich an andere anzupassen. Meine Mama und ich haben Mal analysiert, dass ich bei den meisten Personen eine Version von mir selbst bin, die sich an die jeweilige Person anpasst und diese deshalb immer ein Bild von mir bekommen, welches ich vorzeichne, bzw. welches auf die jeweilige Person zugeschnitten ist. Dementsprechend habe ich mir daraus abgeleitet, dass ich mich mit den Menschen umgeben sollte, bei welchen ich mich am wenigsten anpasse, sondern durch die Anpassung ich selbst bleibe.

In 2025 habe ich gemerkt, dass ich oft über mein eigenes Ruhebedürfnis hinausgegangen bin, oder soziale Situationen ausgehalten habe, obwohl sie mir schon zu viel geworden sind. Als hochsensible Person brauche ich einfach mehr Ruhe, Rückzug und Schlaf als andere Menschen und muss hier besonders gut auf mich aufpassen. Auch sollte ich wenn ich müde oder emotional erschöpft bin, keine Care Arbeit leisten. Ich habe mich 2025 zu stark von anderen abhängig gemacht und mir auch von anderen Menschen sehr viel in mein eigenes Leben reinreden lassen, was ich dann nach der Hälfte des Jahres radikal umgekehrt habe. Seitdem führe ich ein Leben, in welchem ich mich selbst als der Main Character meines eigenen Lebens sehe und alle Entscheidungen bewusst für mich und mit mir treffe. Auf diesem Weg musste ich Menschen und Orte hinter mir lassen, aber mein Leben fühlt sich seitdem leichter und freier an.



Gefühle wahrnehmen

Neben den Grenzen, die ich neu justiert habe, habe ich mich meinen Gefühlen ausgeliefert. Zwischen Trauer, Frust, Glück und Freude habe ich versucht mich selbst nicht zu verlieren. Vor dem Frust und der Trauer bin ich davon gelaufen. Auch all die Nervosität, die mich immer wieder im letzten Jahr begleitet hat, habe ich versucht zu verdrängen - oft ohne Erfolg. Dadurch, dass sich mein Leben im letzten Jahr durch Trennung, Umzug und neuen Job um hundertachtzig Grad gedreht hat, habe ich unheimlich viele Gefühlswellen durchgemacht. Allerdings habe ich auch gelernt, mit meinen Gefühlen zu sitzen, sie einfach mal auszuhalten, anzunehmen und sie wirklich zuzulassen und mich nicht von ihnen abzulenken. Es war ein schmerzhafter und doch sehr heilsamer Prozess. Ich gehe diesen Weg immer noch, doch bin ich stolz auf den Weg, den ich bis hierhin gegangen bin. Und besonders stolz bin ich darauf, dass mich die negativen Gefühle nie hinabgezogen haben, sondern mein Antrieb für Veränderung und Weiterentwicklung geworden sind.

Neben all den negativen Gefühlen habe ich allerdings auch gelernt, wann und wie ich mich besonders gut fühle. Ich habe meine kleinen Glimmer-Momente in diesem Jahr zurückgewonnen und sie restlos ausgekostet. Es hat mich unbeschreiblich glücklich gemacht, wieder an einem Random Tag im Zug beim Sonnenuntergang und meinem Lieblingslied dieses unvermittelte Glücksgefühl zu spüren. Ich habe für mich entdeckt, dass ich beim Tanzen, Schreiben und Spazieren gehen am besten abschalten und glücklich sein kann. Musik ist wieder ein ganz wichtiger Teil meines Glücks geworden. Außerdem gibt es einige besondere Menschen in meinem Leben, bei welchen ich mich sicher und glücklich fühlen kann.


Sonnenuntergang überm Feld

Wer bin ich?

Eine Frau mit einem bunten Strickpulli und Space Buns, die kniend ein Tablett hält und den Blick von der Kamera abwendet

Durch unzählige Veränderungen, neue Grenzen und Gefühle, habe ich ein Stück weit zu mir selbst zurückgefunden. Ich möchte nicht mehr die brave, angepasste Freundin, Kollegin und Tochter sein. Diese Rolle habe ich lange genug in meinem Leben gespielt. Jetzt möchte ich eine neue Rolle einnehmen. Eine, die zu mir passt. Es soll Tiefe und Zuneigung in meinem Leben geben. Ich möchte offene und ehrliche Gespräche führen, leidenschaftlich tanzen und meinen Ausdruck und meine Meinung leben. Kleine Fehler machen mich menschlich und ich bin auch einfach nicht perfekt. Dafür fühle und erlebe ich wahnsinnig intensiv und genieße einfach mein Leben! Als feinfühlige Naturseele bin ich immer noch auf der Suche nach meinem Platz in dieser lauten, schnellen Welt. Noch habe ich ihn nicht gefunden, aber ich habe vielleicht mich gefunden.



 
 
 

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