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Der Anfang von Allem

  • lealandmann
  • 1. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 4. Jan.

Ich habe heute ein langes Telefonat mit meiner Oma geführt. Wir haben zwei Stunden miteinander philosophiert. Dabei ging es unter anderem um die Themen: Schuldzuweisungen, Wesensart und Zugehörigkeit. Daher möchte ich mit diesen Themen in meinen Blog einsteigen.


durchsichtige Blätter

Wesensart

Die Wesensart eines Menschen ist meiner Meinung nach das, was sie oder ihn im Innersten ausmacht.  Um es mit einem Begriff aus der Psychologie zu sagen: Das Temperament eines Menschen. HSP, das bedeutet hochsensible Person (Bei Interesse kann ich dieses Buch sehr empfehlen: Sind Sie hochsensibel? - Wie Sie Ihre Empfindsamkeit erkennen, verstehen und nutzen). Ich selbst zähle mich seit einiger Zeit zu dieser Personengruppe und ich glaube auch, dass mein Papa und meine Oma hochsensibel sind. Hochsensibilität ist für mich eine ganz besondere Wesensart. Ich nehme mit allen meinen Sinnen die Welt sehr viel intensiver wahr als meine Mitmenschen. Augen, Ohren, Nase und Haut arbeiten ständig auf Hochtouren, um alle Reize aus der Umgebung aufzunehmen. Das kann manchmal ganz schön überfordernd sein. Doch es lässt mich auch kleine Details erkennen, die anderen nicht aufgefallen wären. Wie beispielsweiße ein Taschentuch, dass einer Frau aus dem Kinderwagen gefallen ist. Den Reiher, der im Park auf einem Baum sitzt und den Kopf unter dem rechten Flügel verborgen hat, oder die Blaumeisen, die über meinem Kopf in den dünnen Ästen herumturnen. Ich habe oft das Gefühl, dass viele Menschen diese Kleinigkeiten übersehen, und wünschte mir manchmal, sie darauf aufmerksam zu machen. Doch da wir Menschen nicht mehr oft miteinander reden, würde ich mir dabei komisch vorkommen und lasse es. Dabei habe ich das Gefühl, dass den Menschen um mich herum so viel entgeht.


Eine Pusteblume in einer rechten Hand

Ich bin Pazifistin und habe ein großes Harmoniebedürfnis. Oft kann ich Situationen oder Strukturen nicht nachvollziehen, da mein Kopf sie einfach nicht verstehen kann. Da ich Krieg und Gewalt von vorneherein ablehne, habe ich auch keine Position zu ihm. Ich kann seine Grundstruktur schon nicht verstehen. Auch Machtverhältnisse erschließen sich mir nicht, da sie Menschen einen zusätzlichen Wert beimessen. Menschen haben allein schon einen Wert an sich, dadurch, dass sie Menschen sind. Und daher finde ich auch, dass jedem Menschen dasselbe zustehen sollte, um ein menschenwürdiges Leben führen zu können. Eines, welches ihn erfüllt und zufriedenstellt.


Naivität

Manch einer hat mir schon vorgeworfen, dass ich naiv wäre. Vielleicht bin ich das auch in den Augen derer, die mich für naiv halten wollen. Ich verstehe mich als sensibel. Sensibel für meine Umwelt und das, was in ihr vorgeht. Ich beobachte ganz genau und ziehe daraus meine Schlüsse, anstatt sie mir von anderen Menschen vorleben zu lassen. Ich bilde mir lieber meine eigene Meinung, auch wenn diese kaum jemand zu hören bekommt; da ich Angst habe sie zu teilen und da ich mich oft unverstanden fühle. Man bezeichnet mich als naiv für Werte, die für mich die Grundpfeiler meines Lebens ausmachen. Ich stoße auf Unverständnis und fühle mich dadurch unnormal. Dabei bin ich offen für jegliche Ansichten und Meinungen und möchte niemanden in eine Schublade packen, oder jemandem verbieten, so zu sein, wie er oder sie ist. Es ist mir wichtig, Menschen anzunehmen, so wie sie sind und ihnen trotzdem auch zu zeigen, wie ich bin.


Grashalme im Sonnenuntergang

 

Harmonie

Meine Oma meinte zu mir, dass sie ein großes Harmoniebedürfnis habe. Sie möchte nicht, dass es Menschen schlecht geht und sie wünscht sich, dass Menschen in Harmonie miteinander leben und umgehen. Ich kann mich ihr hier ohne zu Zögern anschließen. Ein Streben nach einem harmonischen Miteinander kommt tief aus meinem Inneren. Genauso hasse ich deshalb Ungerechtigkeiten.


Irgendwie hängt das für mich alles mit meiner sensiblen Wesensart zusammen. Würde ich die Welt nicht auf meine ganz besondere Art und Weise wahrnehmen, dann kämen mir viele Zusammenhänge sicher nicht so seltsam vor und ich könnte vielleicht viele Situationen besser akzeptieren oder annehmen. Ich möchte meine Wesensart allerdings um keinen Preis der Welt eintauschen. Ich liebe mich für das, was ich bin und sehe es als Geschenk, die Welt durch meine Augen wahrnehmen zu dürfen.

 
 
 

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