Life Update - der Weg des Lernens
Aktualisiert: vor 4 Tagen
Oder was gibt es neues in meiner kleinen Welt

In den letzten Wochen ist unheimlich viel passiert und ich dachte mir, dass schreit nach einem kleinen Life Update hier auf diesem Blog. Denn irgendwie vergeht das Leben so viel schneller, wenn man schöne Dinge plant, Unternehmungen vorhat und sich für das engagiert, was wirklich zählt und was einem wirklich wichtig ist. Also erzähle ich euch jetzt Mal von Kochabenden, Vereinsgründungen und Regenbögen.
So entsteht ein veganer Kochabend
Wer sich an meinen Blogbeitrag zu Netzwerken und Verbindungen erinnert, der weiß, dass ich mich bei der AWO in meinem Stadtteil gemeldet hatte, bezüglich der Möglichkeiten für junge Erwachsene. Nachdem mir die nette Dame am Telefon gesagt hatte, dass es derzeit kein Angebot gibt, sie sich aber sehr freut, wenn ich mich engagieren möchte, hatten wir ein persönliches Treffen ausgemacht. Bei diesem Treffen traf ich dann auf Anja und ihren Praktikanten Samuel, welche mich herzlich und begeistert empfingen und mit mir direkt in die Planung für ein Event gingen. Als ich erklärte, dass ein Kochabend vegan sein müsste, wenn ich ihn gestalten dürfe, reagierte Anja ausgesprochen begeistert und ging sofort in die Planung über. Was möchte ich kochen? Wie soll der Abend gestaltet sein? An welchem Termin kann man einen Testlauf machen? Mit Anmeldung oder ohne? Ich wurde direkt mit so vielen Fragen überhäuft, dass ich mich fast ein wenig überrumpelt fühlte. So habe ich jetzt einen veganen Kochabend in drei Wochen zu bespielen. So einfach und schnell kann das manchmal gehen.
soziales Engagement
Irgendwie hat es mich wahnsinnig fasziniert, dass man, wenn man sagt, man würde sich engagieren, sofort festgenagelt wird. Anscheinend gibt es immer weniger Menschen, die sich aktiv sozial engagieren. Aber warum ist das eigentlich so? Liegt es daran, dass wir Menschen mehr vereinsamen? Ich bekomme gemischte Gefühle. Auf der einen Seite denke ich mir, egal was ich anpacke, es wird mich jemand unterstützen wollen und ich kann mich quasi für so gut wie alles sozial engagieren. Auf der anderen Seite ist es unheimlich traurig, zu merken, dass immer weniger Menschen sich sozial engagieren und einfach Mal etwas initiieren. Was vielleicht aber auch nicht stimmt, denn jedes Projekt, welches ich so verfolge, welches von jungen Menschen initiiert wurde, trifft auch auf total starke Resonanz. Beispielsweise den Bond Running Club oder den Creative Circle Kassel.

Peaceful Earth
Neben meinem Vollzeitjob, meinen Hobbys und meinem Alltag, habe ich in den letzten anderthalb Wochen mit fünf anderen engagierten jungen Frauen online zusammengesessen und die Gründung eines eigenen Vereins vorangetrieben. Seit Dienstag ist es sozusagen offiziell und wir haben den Verein Peaceful Earth e.V. ins Leben gerufen. Mit diesem Verein wollen wir junge Menschen inspirieren Projekte für die Achtung allen Lebens ins Leben zu rufen und auch unsere eigenen Projekte verwirklichen. Dabei soll uns der Verein als Grundpfeiler dienen, für die Finanzierung und Durchführung unserer Projekte, in Form von Workshops, Seminaren, Freizeiten, Camps und Bildungsangeboten. Es ist irgendwie ein berauschendes Gefühl, zu wissen, dass man einfach so einen eigenen Verein gegründet hat. Aber nun ja, einfach so ist es auch nicht. Es sind einfach einige Menschen zusammen gekommen, die sich eben engagieren möchte und für die es nicht reicht, ihr Leben einfach zu leben, sondern wir wollen auch wirkungsvoll sein. Wir wollen es uns und anderen ermöglichen, Projekte zu machen, die eine Bedeutung für die Weiterentwicklung unseres Planeten haben. Von Gemeinschaftsgärten, über Lehrkräfte-Schulungen, Gemeinschaftsprojekten und Wünschen und Träumen für die nächsten fünf bis zehn Jahre, ist alles dabei. Ich glaube, dass wir den Grundpfeiler für etwas Großes gelegt haben und uns nun einfach trauen müssen, an unseren Träumen festzuhalten und unsere Ideen fließen zu lassen. Gemeinsam können wir Vieles erreichen und das Schöne ist, dass wir gemeinsam sind - allein dadurch, dass wir gemeinschaftlich diesen Verein gegründet haben.
gemeinnützige Vereine
Hat sich jemand von euch schon einmal mit einer Vereinsgründung beschäftigt? Ich jedenfalls musste feststellen, dass man dafür gar nicht so viel braucht, aber da dann am Ende doch ein Rattenschwanz an Bürokratie dranhängt, um was man sich dann noch kümmern muss. Am Ende braucht es bloß sieben Menschen, die verrückt genug sind, zu sagen: Jo machen wir. Dann braucht es eine Satzung, einen Vorstand und ein Gründungstreffen. Zack - Bumm und schon ist der Verein da. Danach heißt es Eintragung ins Vereinsregister, beim Finanzamt, Eröffnung eines Vereinskontos und Co. Irgendwie macht es einem da der Staat das Ganze sowohl einfach, als auch schwer. Dabei sind gemeinnützige Vereine unheimlich wichtig für soziales Engagement und Ehrenamtsarbeit. Ja, so schnell kann´s gehen und man trägt noch mehr Verantwortung als zuvor.

Leben und Regenbögen
Ja und ansonsten gibt es da auch noch so ein Leben, welches von mir bestritten werden möchte und einen Alltag, der irgendwie auch noch da ist und sich seit letztem Jahr nicht wirklich verändert hat. Vielleicht ist er aber auch ganz anders, allein dadurch, dass ich eine andere Person bin. Ich habe mich weiterentwickelt und sehe ganz anders auf mein Leben. Mit mehr Zuversicht, mehr Vertrauen und mehr Träumen. Irgendwie habe ich im Moment manchmal das Gefühl, dass ich alles erreichen könnte, wenn ich es nur will. Und dazwischen ist das Leben, welches ich gerade habe, auch nicht so schlecht. Jedenfalls kann ich sehr zufrieden sein. Das merke ich vor allen Dingen auch dadurch, dass ich mir Zeit nehme, um Regenbögen zu sehen. Denn für mich sind diese gerade ein gutes Zeichen. In der letzten Woche sind mir bereits zwei wunderschöne doppelte Regenbögen begegnet. Ich habe einfach wieder die Zeit und die Muße, diese wahrzunehmen, wenn es regnet und die Sonne scheint. Und ich glaube sie symbolisieren auch ein wenig mein derzeitiges Leben, denn dort ist Regen und Sonnenschein gleichermaßen. Aber zusammen ergeben diese dieses wunderschöne Himmelsspektakel. Ohne Regen kein Regenbogen, ohne Sonne kein Regenbogen. Es braucht einfach Beides.
Life Update aus dem Nähkästchen
So und jetzt an der Stelle noch einmal aus dem Nähkästchen geplaudert: Meine Gefühle fahren in den letzten Wochen Achterbahn. Alles was passiert ist entweder wahnsinnig schön, oder wahnsinnig frustrierend. Ich heiße neue Menschen in meinem Leben willkommen und verabschiede mich aber auch von alten Menschen, welche mich teilweise lange begleitet haben. Ich sortiere radikal aus: Dinge, Gewohnheiten, Menschen und Wünsche. Mir geht es darum, in mich hineinzuhorchen und wirklich schlussendlich das zu tun, was ich wirklich will. Nichts, was andere von mir wollen und auch nichts, was ich denke, was ich wollen könnte. Ich treffe neue Menschen, mit denen ich Verbindungen aufbauen möchte und ich treffe alte neue Menschen, die ich wieder in mein Leben lassen könnte. Und das alles, während ich immer noch dabei bin mich selbst und mein Leben besser kennenzulernen. So braucht es das Leben, um zu leben.
Bearbeitet: 12.10.2026




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